Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Die Zugspitze Höhe beträgt 2.962 Meter. Der Berg gehört zum Wettersteingebirge und den Ostalpen und bildet mit seinem Westgipfel die Grenze zwischen Bayern in Deutschland und Tirol in Österreich. Zu finden ist der Berg ungefähr 11 Kilometer südwestlich vom bayerischen Garmisch Partenkirchen. Vom östlich gelegenen Ehrwald ist das Massiv ungefähr sechs Kilometer entfernt. Rund um den Berg und das Gebirge findet man wunderschöne, farbenfrohe Natur, viele heimische Tierarten und atemberaubende Ausblicke. Allein dadurch lohnt sich ein Besuch in dieser Region. Und ob für gemütliche Familien-Urlaube oder Aktivurlauber – die Gegend bietet für jeden das richtige. Wir möchten folgend einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten für Touren und Ausflüge in der Region geben.

Bergsteiger-Touren

Die Erstbesteigung der Zugspitze war im Jahr 1820 durch das Team Naus, Maier und Tauschl. Seither haben aber schon weitaus mehr Menschen den Gipfel erreicht. Dabei gibt es kleine, einfache Touren, ausgedehnte und lange sowie schwierige Steige. Für mehrtägige Bergsteiger-Touren gibt es rund um den Berg eine große Anzahl an Unterkünften. So lädt das Gebiet zu Abenteuern, Wandertouren und Bergsteiger-Ausflügen ein, die gern auch mal ein paar Tage länger dauern können. Beliebt sind vor allem vier Wege, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Längen aufweisen.

Der einfachste, aber auch längste Weg für Bergsteiger geht durch das Reintal. Der Weg ist insgesamt 21,5 Kilometer lang und ist somit für mehrere Tagesrouten ausgelegt. Insgesamt werden elf bis 12 Stunden benötigt, um zum Gipfel zu gelangen. Dafür sind die Wege sehr gut ausgeschildert. Schwierige Klettersteige werden hierbei umgangen, so dass der Weg auch von Wanderern genutzt werden kann. Am Ziel angekommen beträgt der Höhenunterschied 2.515 Meter. Dieser Bergsteiger-Weg beginnt in Garmisch Partenkirchen, führt über die Partnachklamm und mitten durch das naturbelassene und wunderschöne Reintal. Der Gipfel wird am Ende über die Zugspitzplatt und seine Geröllfelder erklommen.

Anspruchsvolle und mittelschwerer Touren

Der anspruchsvollste, aber dafür schönste Weg führt von Hammersbach durch das Höllental. Diese Route ist 10,1 Kilometer lang und man benötigt ungefähr sieben Stunden zur Gipfelerklimmung. Der Höhenunterschied liegt bei 2.000 Kilometer. Die Route beginnt in Hammersbach über das Höllentalklamm und führt über viele, auch schwierige, Steige. Auf dem Weg treffen die Bergsteiger auf viele verschiedene Umgebungen, die sicher unvergesslich bleiben. Allerdings ist diese Route eher geeignet für trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger oder Profis, zumal auch eine professionelle Klettersteig-Ausrüstung nötig ist.

Mittelschwer und relativ kurz ist die Bergsteiger-Route über die Wiener-Neustädter-Hütte und den Stöpselzieher. Dieser Weg ist 5 Kilometer lang und man benötigt fünf bis sechs Stunden. Der Höhenunterschied liegt bei 1.764 Meter.

Ebenfalls mittelschwer, aber dafür sehr alpin und mit wunderschönen Ausblicken ist die Route von Ehrwald über das Gatterl. Die Route ist 10,9 Kilometer lang, wofür man ungefähr sechs bis sieben Stunden benötigt.

Zur Zugspitze wandern

Für diejenigen, die zur Zugspitze wandern möchten, gibt es allgemein drei Normalwege: Man kann vom Nordosten aus dem Höllental starten, aus dem Südosten aus dem Reintal und aus Westen über das Österreichische Schneekar. Besonders auf Wandertouren kann man sich die einzigartige Natur und die beeindruckenden Ausblicke genießen. Der Ausblick lädt immer wieder zu Pausen im Grünen ein. Sehr beliebt bei Wanderern sind die Routen über Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg. Das Wandergebiet rund um den Berg wird auch gern Garmisch-Classic genannt. Die Landschaft in der Umgebung ist sehr ursprünglich und farbenfroh. Gerade auf Wandertouren sieht man nicht selten eines der heimischen Tiere, wie Gämsen, Murmeltiere, Schneehasen oder Steinadler.

Die Wanderrouten sind allesamt so ausgelegt, dass sie für alle Wanderer und selbst Familien mit Kindern zu beschreiten sind. Dabei gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, so dass man die für sich beste Route ganz einfach finden kann. Auch Teilwanderungen sind möglich, denn dank der Kreuzeckbahn und der Alpspitzbahn kann man auch ganz einfach und entspannt von A nach B fahren. Innerhalb weniger Minuten bringen die Seilbahnen ihre Fahrgäste auf Aussichtsplattformen und Almwiesen, die zu langem Verweilen einladen. Am Rande der Wanderwege findet man viele urige Berggasthöfe und Almhütten für Pausen und kleine Stärkungen zwischendurch. Oftmals kann man auch beim Pausieren in einer dieser Gastlichkeiten einen wunderschönen Ausblick genießen. Das Wandergebiet rundum das Zugspitzengebiet ist wirklich sehr abwechslungsreich und bietet auf jeder Strecke die eine oder andere Überraschung.

Auch im Tal von Garmisch Partenkirchen gibt es jede Menge zu entdecken. An heißen Tagen lädt das Naturfreibad Kainzenbad ein! Breite Liegewiesen, erfrischendes Wasser und eine Sprungbrettanlage laden zum Verweilen ein.

Gletscherwandern

An den Flanken des höchsten Berges Deutschlands schließen sich insgesamt drei Gletscher an: der nördliche Schneeferner, der Höllentalferner sowie der südliche Schneeferner. Diese Gletscher sind einige der letzten noch bestehenden in Deutschland – also durchaus etwas Besonderes und Seltenes. Auf dem Berg haben Wanderfreunde und Ausflügler die Chance, diese Besonderheit zu sehen. Auf dem Zugspitzplatt kann man eine Gletscherwanderung starten und staunen. Die Gletscherwanderwege sind temporär begehbar und abgesichert. Innerhalb von einer halben Stunde kann man durch das Zugspitzgletscher bis hin zum berühmten Aussichtspunkt am Windloch wandern. Dort kann man ganze 2.000 Meter hinab in das Ehrwalder Becken schauen und die Umgebung mit umliegendem Gebirge und dem Zugspitzplatt genießen. Im Winter lädt das Gletscher-Gebiet eher zum Skifahren und Snowboarden ein. Besonders schön in der Gletscher-Gegend des Berges ist das einzigartige Zusammenspiel von Gebirge, Eis, Schnee, Sonne und Wind.

Mit der Bahn auf den Gipfel

Die erste Seilbahn hinauf in Richtung Gipfel war die Tiroler Zugspitzbahn. Es folgte die Bayerische Zugspitzbahn, eine Zahnradbahn, die über die Nordflanke zum Zugspitzplatt führt, von wo aus es mehrere Seilbahnen gibt, die weiter zum Gipfel führen. Eine weitere Seilbahn ist die Elbseeseilbahn, mit der man ganz bequem die einmalige Panoramaplattform auf dem Gipfel erreicht. Besonders schön ist die Fahrt mit der Bahn natürlich für Kinder, aber auch Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Es gibt dabei verschiedene Tourenstartpunkte, bei denen zugestiegen werden kann. Somit kann man auch Wandern oder Bergsteigen mit dem Bahnfahren verbinden. Viele Bergsteiger oder Wanderer nutzen die Bahnen auch für den Rückweg, um noch einmal in Ruhe die tolle Umgebung und Aussicht genießen zu können. Besonders nach Wander- und Bergsteigerrouten steigen viele Menschen bei den letzten Etappen in die Zahnradbahn oder die Gletscherbahn ein. Und auf diesem Weg ist es ganz einfach, den Gipfel an nur einem Tag und ohne Anstrengung zu erreichen. Beliebt sind vor allem die Fahrten durch die Partnachklamm, das Reintal sowie das Zugspitzplatt.

Auf dem Gipfel

Egal, wie man auf den Gipfel kommt – es lohnt sich. Denn auf der Zugspitze Höhe wartet ein atemberaubender Panoramablick bis in die Alpen und bei gutem Wetter sogar bis zu 250 Kilometer weit ins Umland. Man kann bei klarer Sicht auf mehr als 400 andere Berggipfel in Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich blicken und die wunderschöne Natur genießen. Auf dem Gipfel locken zudem vier Gastronomiebetriebe zum Verweilen und Pausieren. Hier können sich Wanderer für ihre Wanderstöcke auch Stocknägel kaufen, die sie an dieses kleine Abenteuer erinnern sollen. Auch Stocknägel für Wanderstöcke aus Aluminium können im Raum Garmisch Partenkirchen beim Wandern erworben werden. Diese sind immer wieder schöne Erinnerungen vom höchsten Berg Deutschlands und die wunderschöne Umgebung. Viele Bergsteiger gönnen sich einen Stocknagel auch als eine Art Belohnung für den Aufstieg.

INFO

Eine ausführliche Beschreibung und große Auswahl an Touren gibt es Online oder in den Tourismusverbänden der Zugspitzregion! Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!