Denkt man an Griechenland denkt man sofort an das Meer, das warme Wetter, man bekommt Urlaubsfeeling und einen Gusto auf Ouzo. Wenn Tine und Klaus Listl an Griechenland denken schwirren Berge, unverspurte Tiefschneehänge und perfekte Schneebedingungen im Kopf herum. Ja richtig gelesen! Schnee, Skifahren und Urlaub in Griechenland! Zusammen mit Andi Valentin und Flo Zebisch wagten sich das abenteuerlustige Pärchen in die griechischen Berge. Dabei sind exotische Skigebiete kein Neuland für das Team, sie bereisten bereits Rumänien und Georgien.

 

Tausche Skistöcke gegen Badelatschen!

Die erste Skepsis machte sich am Flughafen in Athen breit: 18°C und leichter Regen. Die Gruppe überlegt schon die Skistöcke mit den Badelatschen zu tauschen aber bevor das gemacht wird, wird erst die Lage gecheckt. Mit einem Mietauto geht es bei leichtem Regen in Richtung Berge. Je weiter sie kommen, desto niedriger werden die Temperaturen. Allmählich ist das winterliche Parnassos Gebirge durch die dicke Wolkenschicht zu erkennen, die Badelatschen verschwinden wieder aus den Gedanken. In der Taverne „Zum grauen Bären“ treffen sich die Skifahrer mit ihrem Ansprechpartner Yannis von der Tourist Agency OnParnassos.gr. Untergekommen sind sie im Hotel Asimina in Agoriani. Dort wurde noch ein Stoßgebet zu Zeus und den anderen Göttern des Olymps geschickt um den Regen in Schnee zu verwandeln.

Die Götter meinten es gut mit der Truppe, das weitläufige Freeride Gebiet ist über und über mit feinstem Puderzucker bestäubt. Eilig geht es zum staatlichen Liftbetrieb. Noch eiliger wurde die erste Flanke bestiegen und um Fotograf Klaus scharten sich die neugierigen Einheimischen und beobachteten mit großem Interesse das etwas Befremdliche Geschehen. Schnell sprach sich die Geschichte von den verrückten Germanikos herum, denn dieses Gebiet wird selten von Freeridern befahren! Höchstens von Skilehrern, die aber am Arbeiten sind. So sind jede Menge Lines, Spines, steile Runs und Soul Runs übrig, was für ein Tag! Der Fokus liegt wegen der Sonne hauptsächlich auf den Nordhängen die Guide Kostis empfohlen hat.

Talking about the good life!

Anschließend ging es zur Erholung zu der Thermophiles, das ist eine Schwefelquelle mit einem kleinen Wasserfall und 45° Wassertemperatur, diese plätschert in ein natürliches Steinbecken das zum Verweilen einlädt. Neben dem anfänglich ungewohnten Schwefelgeruch wurde 20 Minuten entspannt, denn länger sollte man nicht im warmen Wasser mit den Dämpfen sein. Nun weiter zu einer Hütte, die auch eine DAV-Hütte in den Alpen sein könnte mit gutem Essen, Bettenlager und sogar LVS-Trainingsgruppe. Nach einem Sunsetshooting mit Golf im Hintergrund ging es am nächsten Morgen weiter nach Kalavryta.

Der Küste entlang geht es Richtung Patras, ein Stopp beim Orakel von Delphi am Hang von Parnass in der Landschaft Phokis darf nicht fehlen. Leider gab es keine großen Weissagungen aber die besten Souflakispieße! Mit der Fähre wurde über den Golf übergesetzt bevor es die letzten Kilometer nach Kalavryta ging.

 

Es gab auch klassischen Urlaub in Griechenland

Von der Passstraße aus erkennt man bereits, dass in diesem Gebiet Freerider willkommen sind. Zahlreiche, vom Lift aus einfach zu erreichende Spots und sogar extra angelegte Ziehwege für Freerider bietet das Gebiet. Des Weiteren ist das Gebiet mit einer Lawinenwarnlampe und einem Skiroutenplan ausgestattet. Die Geramikos entschieden sich für einen Tag im Park, da die Sonne den frischen Schnee bereits vertrieben hatte. Das war nun der ideale Zeitpunkt um die Skier wieder einzupacken.

 

Der letzte Tag wurde ganz klassisch in Athen verbracht, mit Afroditi und Dimitris, Freunde von der Truppe, die griechische Hauptstadt erkundet. Natürlich darf bei einem Aufenthalt in Athen ein Besuch auf der Akropolis nicht fehlen. Zum Abschluss gab es auf einer Dachterrasse am Hafen, in der Nähe von Athen ein feines Abendessen, was für besonderer und etwas anderer Urlaub in Griechenland!

 

Wir möchten uns bei Klaus und Tine Listl sowie Flo Zebisch und Andi Valentin für diesen coolen Bericht bedanken. Die Bilder wurden alle von Klaus Listl – Freezing Motions zur Verfügung gestellt.