Hättet ihr gedacht, dass Wandern nicht einfach nur eine schöne Möglichkeit ist, die Natur zu genießen und ein bisschen Bewegung in den Alltag einfließen zu lassen? Natürlich triff das auch zu, aber viel interessanter ist, dass Wanderungen auch als Sport anzusehen sind. Und mit dem können fast genauso viele Kalorien verbrannt werden, wie mit dem Laufen. Dabei ist dieser Ausdauersport sogar noch gesünder als das Laufen, weist ein geringeres Verletzungsrisiko auf und sorgt ganz nebenbei noch für nachhaltige Entspannung.

Studien des Allensbacher Instituts für Demoskopie sagen aus, dass Wanderungen viel beliebter sind, als viele es annehmen. Unter den Deutschen sollen es über 60 Prozent sein, die gern ihre Wanderstöcke greifen und die Natur erkunden. Das Durchschnittsalter der Wanderer liegt bei etwa 42 Jahren und ist weitaus geringer, als gemeinhin angenommen wird. Unser Freundes- und Bekanntenkreis drückt den Durchschnitt bestimmt um weitere 10 Jahre! Hier wandert alles was noch gehen kann… Somit sind Wanderungen also nicht nur irgendeine Freizeitbeschäftigung, sondern vielmehr ein Trendsport, der über eine lange Tradition verfügt.

Ausdauersport mit Wellness-Effekt

Wandern macht Spaß. Entspannte Touren am Wochenende mit Freunden und Familie sind inzwischen überaus beliebt, aber auch das anspruchsvollere Bergwandern (ein echter Kalorienkiller) findet immer mehr Fans. Das hat verschiedene Gründe. Einer der am häufigsten genannten ist der Wunsch, mehr Zeit in der Natur zu verbringen und sie richtig zu genießen. Ein anderer ist es, dass Wanderer Wert auf ihre Fitness legen. Mit regelmäßiger Bewegung ihrer Gesundheit Gutes tun möchten. Und gerade das ist mit Wanderungen ganz leicht möglich. Es braucht weder viel Ausrüstung, noch einen Trainer oder anderes, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Es wird einfach ein Fuß vor den anderen gesetzt, mehr ist nicht zu tun.

In der Sportmedizin weiß man: Sport ist nicht immer nur dann effektiv, wenn Höchstleistungen erbracht werden. Das zeigen auch die Verletzungen und gesundheitlichen Probleme, mit denen viele Leistungssportler zu kämpfen haben. Setzen Menschen hingegen auf einen eher sanften Ausdauersport, wird der Körper auch gefordert, jedoch zu keiner Zeit überfordert. Und das macht einen wichtigen Unterschied. Zudem ist es auch nicht unbedingt wichtig, bestimmten Sportarten nachzugehen, sondern die Bewegung selbst sollte das Ziel sein.

Die neue Wanderlust

Von einem Termin zum nächsten hetzen, viel zu lange sitzen und dabei auch noch Falsches essen – all das ist bei vielen Menschen heute der Alltag. Die ToDo-Listen wachsen ins Unendliche und zwischen all den Verpflichtungen wird dann noch versucht, eine schnelle Laufrunde am Morgen oder der Besuch des Fitnessstudios am Abend mit einzuschieben. Auch dort geht alles auf Zeit – Bestzeiten wollen überboten und Kalorien möglichst effizient verbrannt werden. Von Spaß an der Bewegung ist da nur noch wenig zu spüren. Da ist es auch keinem zu verdenken, wenn die sportlichen Aktivitäten immer seltener wirklich stattfinden. Denn sie sind ein weiteres Muss in unserem Leben und somit negativ behaftet.

All das kennen viele Menschen und immer mehr davon gehen nun einen ganz anderen Weg – im wahrsten Sinne des Wortes. Anstatt sich beim Sport zu plagen und dann lange mit Verletzungen durch übermäßige Belastung zu kämpfen, packen sie die Wanderstöcke ein und nehmen sich bewusst Zeit, die Natur zu genießen und Körper und Geist Gutes zu tun. Was früher noch als verstaubt und langweilig galt, ist somit wieder zur Trendsportart geworden, bei der vor allem das bewusste Erleben eine Rolle spielt. Das Wandern durch die Natur, das tiefe Atmen und die Stille haben fast schon eine meditative Wirkung und sorgen für Entschleunigung.

Sind Wanderungen ein Kalorienkiller?

Statistiken zeigen, dass der Mensch wöchentlich zwischen 2000 und 3500 Kalorien allein durch Bewegung verbrennen sollte. Wer sich daran hält, senkt das Risiko für Herz-/Kreislaufkrankheiten sowie Krebs und erhöht seine Lebensdauer um durchschnittlich zwei Jahre. Werden durch Bewegung wesentlich weniger oder auch mehr Kalorien verbrannt, sind diese positiven Auswirkungen nicht mehr spürbar. Interessant dabei ist vor allem, dass es nicht darauf ankommt, auf welche Art diese Kalorien verbraucht werden. Hausarbeit ist hier genauso zu werten wie Fitness-Training und Wanderungen haben denselben Effekt wie das Joggen.

Mit einigen Sportarten kommen wir nicht an die nötigen 2000 Kalorien dran und auch im Alltag bewegen wir uns viel zu wenig, als dass ein positiver Effekt spürbar wäre. Wer hingegen Leistungssport betreibt, verbraucht oftmals mehr als das Doppelte oder Dreifache pro Woche und tut dem Körper damit auf Dauer auch nichts Gutes. Mit mäßiger Bewegung in einem angenehmen Tempo kommt der Köper am Besten klar. Das zeigt auch ein Vergleich des Energieverbrauchs beim Gehen und beim Laufen. Wer der Meinung ist, das Jogging viel mehr Kalorien verbraucht, liegt damit oftmals falsch. Gehen wir zügig, aber nicht zu schnell, verbraucht der Körper nur geringfügig weniger Kalorien, als wenn wir laufen. Nur die Zeitspanne, in der diese Kalorien verbrannt werden, ist eine andere.

Bei soviel Bewegung kann man sich gleich 3 Kugeln Eis gönnen

So wird aus der Wanderlust kein Wanderfrust

Hat sich das Image vom Wandern einmal geändert, wird es gleich für einen anderen Menschenschlag interessant. Überall in Deutschland und Österreich sprießen 12 Stunden und 24 Stunden Wanderevents aus dem Boden. Sogar 48 Stunden wird gewandert. Der Reiz des Ausdauerwanderns liegt weniger im genießen und naturerleben sondern in der Konfrontation mit sich selbst und seiner Grenzen. Sebst wenn körperliche Ausdauer sehr wichtig ist, die eigentliche Herausforderung liegt in der nentalen Ausdauer. Wer schonmal einen langen Wandertag hinter sich hatte weiß, dass irgendwann jeder Schritt zur Challenge wird.

Wem das nicht liegt, der sollte sich von diesem Trend nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wandern bleibt immernoch wandern. Einfach mal kein Leistungsdruck. Und dass ist auch gut so, Erwartungen und Vorgaben begegnen uns schon zu genüge im Arbeitsleben. Freizeitstress wünscht siche keiner. Der Unterschied wird wohl in der Motivation liegen. Wenn die Motivation von innen heraus kommt und die Ziele die Eigenen sind, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Wer sich die alten Wanderstöcke von früher ansieht, die von oben bis unten mit kleinen Stockwappen verziert sind, der erahnt schon, dass ein gewisser Wanderstolz schon immer an Anstrengung und erreichte Ziele geknüpft war.

Take it easy beim Wandern

Nehmt die nächste Wanderung lieber als einen ausgedehnten Spaziergang. Atmet die frische Luft ein, erfreut euch an der Schönheit der Natur und lasst euch von der Geräuschkulisse den klackenden Wanderstöcken gepaart mit dem Zwitschern der Vögel einfangen – denn genau so geht Entspannung. Wer auf der Wanderung keinen Gedanken an Leistung, Kalorien und Geschwindigkeit verschwendet, hat den Sport verstanden. In einem ruhigen Tempo, ohne große Anstrengung, kann der Körper all das bekommen, was er zum Gesundsein braucht und ganz nebenbei wird auch noch der Stress abgebaut und stattdessen spüren Sie Ruhe und Gelassenheit. Und das sogar oft noch Tage nach der Wanderung!

Wandern ist also wirklich für jeden! Und wer gefallen am Sammeln hat, kann nun auf seine Wanderstöcke unsere Stockwappen kleben! Wir haben moderne und die Motive von früher, da ist für alle was dabei! Im Handumdrehen kann man die Wappen auf jeden Wanderstock befestigen. Somit kann Trend mit Tradition verbunden werden!

Viel Spaß beim Wandern und #bergheilmitstyle